»Flug gecancelt, unbefristet verlängert – und was jetzt?«

Vielleicht hab ich unterbewusst irgendwie damit gerechnet – dass es dann tatsächlich so gekommen ist, war im 1. Moment natürlich super lausig. Gelinde gesagt.

Vorgestern erhielt ich die Benachrichtigung seitens Air Canada, dass mein Rückflug gecancelt wurde. Krasse Scheisse. Pardon. Nur, da schießen dir halt abrupt solche Gedanken in den Kopf. Plus vieler weiterer Kopfzerbrecher. Nach ein paar Minuten  „Runterkommen“ im Bett, ich laß die Mail entsprechend zeitversetzt am sehr frühen Morgen, zwei Stunden mit guten Telefonaten mit dem Auswärtigen Amt und der Botschaft in Los Angeles, einem WhatsApp-Gespräch mit meiner Schwester – war ich wieder im Lot.

Im Prinzip geht’s mir in erster Linie um meine Family, also eben meine Eltern. Nicht zurück vor Ort zu sein, darauf beruhte meine größte Sorge. Woraufhin mir meine großartige Schwester alle Sorgen nahm, weil sie natürlich aus Gütersloh regelmäßig pendelt – so passt es nun.

Obendrein bin ich in ständigem Kontakt mit den obigen Behörden, so dass es nun einfach gilt, abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt. Trotz der Umstände ist es natürlich ein riesengroßer Vorteil, bei meiner Freundin & ihrer Family am Start zu sein, nicht in einem Hotelzimmer oder was weiß ich … hocken zu müssen.

Und jetzt? Jetzt geht es weiter. Mit klarem Kopf im Bewußtsein der ungeschickten Lage, mit ebenso klarem Kopf darüber, dass wir hier alle okay sind. Hier, wie auch meine Leute zu Hause. So ist es, das lässt sich derzeit nicht ändern – also machen wir einfach weiter und das Beste daraus. High Five.

Erst einmal hab ich mir ein 2. Paar Schuhe gegönnt. Die Outlets hier sind eine Ansage – etwas nicht unter mindestens 50% Nachlass zu erwischen, da muss man schon mit geschlossenen Augen durchs Geschäft laufen.

Heute Morgen war ich einkaufen. Ich bekomme derzeit viel aus Deutschland und Europa mit, es klingt … schwierig. Das beschäftigt mich. Entgegen der Situation scheint es hier nicht so, wie soll ich es ausdrücken, dramatisch (?) zu sein. Inwiefern sich das ändert, auch das können wir nur abwarten. Momentan ist hier noch sehr vieles im Guten.

Und kein Tag ohne frischen Ingwer. Geschnitten oder gekocht, ganz egal, geht immer.

Darüber hinaus haben wir uns mit Arbeit im und ums Haus eingedeckt. So werden wir in den nächsten Tagen beide Badezimmer rundum erneurn, anschließend die Palmen im Garten beschneiden. Zumindest ist das der Plan. Inwieweit wir als Vollamateure die Badezimmer fertig bekommen, bleibt abzuwarten 😉

Und in den Pausen hängen wir mit den Tieren ab. Easy going – mit Salatfütterung für die Kröte und Entertainment für Tally. Aktuell posiert er ganz gerne vor der Kamera. Mal schauen, wie lange das anhält.

So long. Wir starten mit der Renovierung – ich gehe mal davon aus, dass ich nun häufiger Blogs schreibe. Je nachdem was sich tut & ergibt & wie es sich entwickelt und … so weiter und so fort.

Ich freue mich, auf diesem Wege Kontakt halten zu können, sei es in der Heimat und auch zu Freunden und Bekannten anderswo.

Viele Grüße und auf jeden Fall weiterhin alles, alles Gute.

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