»Kann ich nach der Krise mit Fotos helfen? Umsonst – jedoch nicht umsonst.«

Die Frage beschäftigt mich. Jedoch soll sie nicht nur mich interessieren. Ich möchte sie auch gerne stellen.

Natürlich kann ich, nach meiner Rückkehr aus den USA, am Schreibtisch sitzen und an »irgendetwas« arbeiten. Und hoffen. Denn Arbeit, entsprechend meiner Fotografie im eigentlichen Sinne, liegt aufgrund der Umstände leider wohl erst einmal nicht an. Es ist dermaßen lausig … Ich könnte also Fotos raus suchen, um diese zu bearbeiten. Ich könnte an Projekten feilen, welche ich bis Ende diesen, ein anderes bis Herbst nächsten Jahres umsetzen werde. Was ich nebenher kontinuierlich erledige, um mittelfristig auf verschiedenen Wegen Einkommen zu generieren, um … Ich glaube, dazu schreibe ich in einem separaten Blog Details.

Nur liegt mir halt nichts mehr, als Fotos »an sich« zu machen. Live. Vor Ort. Egal wo. Hauptsache, ich habe & bekomme die Möglichkeit, dazu. Im besten Fall zusammen mit anderen Menschen, arbeiten, eine gute Zeit mit ihnen verbringen.

Weil es mir einfach unglaublich gut tut, dem nachzugehen. Naja, und wie wichtig es ist, sich in dieser Zeit, abseits von … wohlzufühlen, das merken, spüren wir alle. Vermutlich wie nie zuvor.

Kann ich also mit Fotos helfen – und in diesem Zuge darüber hinaus für gemeinsame Glücksgefühle sorgen? Wie cool wäre das denn? Ja, darauf habe ich unbedingt Bock!

Weil ich ahne, wie schwierig es ist, wieder durchzustarten. Um die ersten Wochen und Monate auch durchzustehen. Weil ich weiß, wie wichtig eine schöne, echte, sympathische & empathische Außendarstellung ist. Team-Fotos, Mitarbeiter, einfach Menschen, die nach der Krise (welch ein Wort, ich versuche es zu umgehen, finde aber irgendwie keine wirkliche Alternative) wieder an ihrem gemeinsamen Arbeitsplatz zusammen gefunden haben, zusammen finden. Eine geplante PR-Aktion? Neues Personal? Eine Umstrukturierung? Eine Veränderung der Räumlichkeiten, sei es von außen oder innen? Um sich Kunden, Gästen mitzuteilen, Änderungen auf der Webseite vorzunehmen. Ein Gefühl zu transportieren, dass es weiter und vor allem wieder aufwärts geht.

Vielleicht ist das lediglich so ein ein Tropfen auf den heißen Stein. Vielleicht sogar nicht einmal notwendig, »etwas« am Laufen zu halten (was ich natürlich anders sehe, mir der Wirkungsweise von Bildern sehr bewusst bin). Vielleicht sollten wir uns daher/jedoch die Kehrseite betrachten und überlegen, ob es nicht doch zweckmäßig und sinnvoll sein könnte.

Zumal es überhaupt kein Risiko gibt – weil ich »in diesem Fall« für meine Arbeit nichts haben möchte.

Ich wurde häufig davor gewarnt, mich zu günstig anzubieten, seit jeher und von diversen Seiten – Freunden, Geschäftspartnern, bis hin zu Unternehmensberatern. Doch soll das hier außen vor bleiben. Mein Anliegen beruht rein darauf, durch ein gemeinsames Arbeiten & Umsetzen, auch gemeinsam etwas zu erreichen. In erster Linie, um Kunden, Geschäften, Kleinunternehmen, Selbständigen … unter die Arme zu greifen. Wie, ob sich ein gewisser Benefit mittel- und langfristig daraus auch für mich entwickelt, das kann ich nicht absehen, das lasse ich einfach auf mich zukommen und sammle Karma ein. (Okay, wenn ich etwas weiter weg muss, würde ich mich natürlich über etwas Spritgeld oder den Sparpreis der Bahn freuen.)

Ich will Fotos machen. Vorstellungen und Ideen durchsprechen, mit anderen Menschen realisieren. Es besteht doch immer die Chance, das Beste aus einer noch so schwierigen Situationen zu machen, nicht wahr?

Hey: Gemeinsam kommen wir wieder besser voran, da bin ich mir sicher.

 

Schreibt mir einfach eine E-Mail, verteilt und gebt es gerne weiter, ich freue mich über jede Nachricht. Und antworte selbstverständlich, wenn auch ggf nicht direkt, aufgrund der Zeitverschiebung. Denn ich sitze seit Ende März in den USA fest, mein Rückflug wurde »umständehalber« vor viereinhalb Wochen, einen Tag vor Abflug gecancelt. Wann genau ich wieder zurück bin, ist momentan schwierig abzusehen – ich hoffe täglich, bald einen Flieger fix buchen zu können, bzw auf Nachricht seitens des Auswärtigen Amtes oder der Botschaft in Los Angeles. Am Ende ist es die Zuversicht, bald zurück reisen zu können, mein Daumendrücken artet mittlerweile in Krämpfen aus. Um dann, alsbald, zu Hause wieder loszulegen.

 

Viele Grüße

Andy

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